EYOC 2022

Nach mehreren Sichtungswochenenden und anderen Anstrengungen erfuhr ich während der Siegerehrung der Relay of the Dolomites, dass ich für die Eyoc (European Youth Orienteering Championships) nominiert wurde.

So fuhr ich also am Montag den 27.06. nach Pfaffenhofen, um von dort am nächsten Morgen gemeinsam mit allen anderen EYOC-Teilnehmern aus Süddeutschland los nach Ungarn zu fahren, wo die Eyoc dieses Jahr stattfinden sollte. Abends kamen wir dann in Parád an, wo wir unsere Unterkunft für die nächsten drei Nächte und den Rest des deutschen Teams vorfanden. Nachdem wir das nice Hotel mit einem Außenpool und Wellnessbereich inklusive Sauna und Whirlpools erkundet hatten, wussten wir, dass uns hier die nächsten Tage nicht langweilig werden würde.

An den ersten zwei Vormittagen stand je eine extensive technische Trainingseinheit auf Karten ähnlich zu denen des Wettkampfgeländes, die auch vom gleichen Kartenzeichner aufgenommen wurden, wie die Eyoc Karten, auf dem Programm. Diese Trainings sollten dazu dienen die ungarischen Wälder kennenzulernen, zu sehen, was gut erkennbar ist, was nicht, und worum man lieber einen großen Bogen machen sollte.

Der Mittwochnachmittag wurde sehr chillig in Sonne und Pool verbracht (nennt sich auch Akklimatisierung), den Donnerstagnachmittag nutzten wir, um einen Spaziergang durch Salgótarján zu machen, wo der Sprint am Sonntag stattfinden sollte. Wir kannten die Karte ja schon und wollten uns lediglich nochmal bestimmte Stellen anschauen, wie zum Beispiel komplizierte Durchgänge oder Mauerkonstrukte und generell einen guten Eindruck vom Gelände bekommen, damit wir uns am Start auch sicher und gut vorbereitet fühlen würden. Aufgrund der vorort verhängten Geländesperre durften wir uns nicht laufend durch den Ort bewegen und auch keine Karten benutzen, sondern nur einen „touristischen Spaziergang“ machen. Zum Glück hatte Loic die Karte seit einem Jahr als Hintergrundbild eingestellt, kannte sie somit auswendig und konnte uns problemlos erklären, wie kleinste Details auf der Karte dargestellt waren, was manchmal sehr hilfreich war.

Am Freitag stand das Sprint-Modelevent an. Dort konnten wir einmal den kompletten Startablauf mit den Startboxen, die SI-Stationen und den Zieleinlauf begutachten. Der einzige Unterschied zu unserem gewohnten Wettkampfablauf war eigentlich nur, dass es im Ziel keinen Posten, sondern nur eine Linie gab. Später konnten wir noch ein paar Posten am Rande der Sprintkarte für Sonntag anlaufen.

Außerdem zogen wir in eine neue Unterkunft für die Wettkämpfe, die die nächsten Tage anstanden. Unsere Hütte befand sich in einem ziemlich abgelegenen Dorf irgendwo im Nirgendwo. Es war aber sehr schön dort, nur leider ohne Pool. Nach einer letzten vorbereitenden Besprechung mussten wir an diesem Abend schon früh ins Bett, da am nächsten Tag die Langdistanz stattfinden sollte.

Mit 5.4km Luftlinie und 255Hm bei ca. 35 Grad Celsius lag ein ziemlich anstrengender Lauf vor mir und allen anderen D16ern. Die Herren der H18 hatten noch etwas mehr vor mit 7.7km und 390 Hm.

Eigentlich gut vorbereitet und mit einem Plan lief der Lauf für mich nicht sehr gut. Schon den ersten Posten suchte ich für 2-3min. Danach machte ich ein paar Leichtsinns- und Routenwahlfehler, sodass ich im Endeffekt auf Platz 55 von 96 landete, womit ich nicht unglücklich aber auch nicht wirklich zufrieden war. Dafür konnte sich Annika (Stamer) aus unserem Team und auch D16erin über einen achten Platz freuen, womit sie das einzige Top 10 Ergebnis für Deutschland an diesem Tag erlief.

Am Abend durften wir dann die Opening Ceremony mit anschließender Price Giving Ceremony genießen. Danach erfolgte die sehr wilde Friendship Party, die uns nicht vor halb 12 ins Bett gehen ließ.

Der Sprint wurde am nächsten Nachmittag ausgetragen. Er war interessant und hat schon auch Spaß gemacht, dennoch lief es bei mir nicht besonders prickelnd, sodass ich auf Platz 56 landete. Den größten Erfolg des deutschen Teams konnte Loic (Dequiet) verzeichnen. Er konnte sich trotz eines nicht perfekten Laufes auf Platz Vier schieben. Stolz durften wir ihm bei der Siegerehrung unseren selbstgeflochtenen Kranz aus Büschen und Beetblumen der Zielarena aufsetzen und ihm jeder ein Busserl geben.

Aufgrund gesundheitlicher Probleme einer unserer D16ern durfte ich am nächsten Tag den Staffelwettkampf zusammen in einer Staffel mit Anne (Kästner) und Annika bestreiten. Als Zweitläuferin verlor ich drei Plätze aufgrund von ein paar Fehlerchen, welche Annika dann jedoch wieder aufholen konnte und uns als Achte von 25 Staffeln ins Ziel brachte. Glücklich darüber und über den Vierten Platz unserer D18er Staffel genossen wir noch die restliche Zeit mit den anderen Nationen, die letzte Price Giving Ceremony und die Closing Ceremony.

Am Abend des selbigen Tages fuhren wir mit ein paar Kranken im Gepäck bis nach Bratislava, machten uns dort noch einen schönen Abend, um am nächsten Tag den Rest bis nach Hause zu fahren.

Alles in allem war diese Eyoc für mich von den Ergebnissen her vielleicht nicht besonders erfolgreich und zufriedestellend. Dennoch blicke ich auf eine sehr coole Zeit zurück, aus der ich viel gelernt hab, noch lernen werde und viele schöne Erinnerungen und Erfahrungen mitnehme, um nächstes Jahr dann wieder stärker angreifen zu können.



Juliane

Regensburger OL Tour 2022 – dieses war der 3. Streich (doch der 4. Folgt sogleich – am 09. Juli)

(„Frei nach Wilhelm Busch`s Witwe Bolte“)

Außerdem musst man viel Hitze ertragen, viele Höhenmeter überwinden und seine nicht ganz so einfache Bahn meistern. Was auch fast allen prima gelang. Und das dicke Lob von Ric und Sophie für die A Bahnlegung spricht auch für sich.  Danke! Ein schöner Lohn für viele Überlegungen und noch mehr Stunden im Gelände. Ich glaube, am Ende waren die meisten mit ihrer Leistung an diesem Tag sehr zufrieden. 45 Liter Wasser für 100 Starter nach dem Zieleinlauf, davon über 20 vom Bayerischen OL-Kader, war knapp ausreichend, aber eine gute Idee. Mit Startliste zu arbeiten war auch super und verhinderte ein langes Warten bei Temperaturen jenseits der 30 Grad Marke. Danke Klemens für deinen zeitgerechten Hinweis darauf und Danke an Valerio für sein insistieren, dass Postenbeschreibungen neben der Karte auch vorher ausgedruckt werden konnten.

Das felsige, höhen-lastige und meist sehr gut belaufbare Geländes nördlich der kleinen Ortschaft Stubenthal wurde über die 4 Bahnlegungen schön ausgenutzt und den Teilnehmern konnten vor allem auf den Bahnen A und B neben einigen Routenwahl, vor allem im felsigen Mittelteil, auch anspruchsvolle Aufgaben in der Feinorientierung angeboten werden.

Danke an Lukas, Maxi und Birgit für das richtige Stellen der Posten und dem Einsammeln mit Unterstützung von Klemens. Auch nicht immer motivierend, sich da nochmals ins Gelände zu stürzen. Klar, wenn man noch viele Pfifferlinge dabei finden kann, warum nicht? 😊

Danke Maxi für die perfekte Startorganisation und Lukas für viel Geduld beim Auslesen. Danke Petra für deine Organisationsunterstützung und für die wasserreiche Betreuung der Finisher.
Danke meine Bernhardswalder Newcomer für euren Mut, sich neuer Herausforderungen zu stellen – macht einfach Spaß mit euch.

Leider mussten sich die Organisatoren massiver Angriffe einiger Eichenprozessionsspinner erwehren und wurden dann nach tapferem Kampf noch ganz schön malträtiert (geht aber wieder aufwärts).

Schnellste Männer auf den Bahnen waren: Meier Quirin auf der Bahn H12, Laurin Ahlbrecht auf der Bahn H14 und Jack Hay auf der Bahn H16; Valentin Schramm auf der Bahn C, Christian Ritze auf der Bahn B und Riccardo Casanova auf der Bahn A;

Schnellste Frauen waren: Anne von Keutz auf auf der Bahn D12, Antonia Krämer auf der Bahn D14, Lena Baath auf der Bahn D16; Elisabeth Reinwald auf der Bahn C, Katharina Kraus auf der Bahn B und Sophie Kraus auf der Bahn A;

Schnellste auf der Newcomerbahn (D) waren Pia Erhard, Tobias Singer (+ Suchhund Baffo)

 

Alfons

Alpe-Adria-Cup 2022 17.6.-19.6.2022
Bayern holt sich zum ersten Mal den Pokalsieg

Sprint im Olympiazentrum München 16.6.2022
Deutsche Hochschulmeisterschaft 17.6.-18.6.2022
Bayerische Meisterschaft Langdistanz Mörlbach 18.6.2022
2. BayernCup Lauf Mitteldistanz Kastenseeon19.6.2022

Ein Megaevent direkt vor unserer Haustüre. Eine Woche nach dem Trainingslager in Südtirol und dem Wettbewerb „Relay of Dolomites“ am Passo Sella zündet der OC München als Veranstalter ein Feuerwerk von vier Orientierungswettbewerben mit mehr als 400 Teilnehmern in und um München. Klar, dass die Sieghoffnungen bei der bayerischen Mannschaft mit 200 Läuferinnen und Läufern entsprechend hoch sind.

Donnerstag : Stadtsprint

Zum Auftakt stand am Donnerstag ein Stadtsprint im Olympiaparkgelände an. Jeder musste erst einmal mit dem neuen Kartenstandard für Multilevel Objekte zurechtkommen. Mal stand der Posten auf der oberen Ebene, mal musste man eine Wendeltreppe nehmen, um zur unteren Ebene zu gelangen. Kurze Distanzen, schnelle Laufzeiten und jeder kleinste Fehler kostete wertvolle Sekunden. Der Sprint war eine gelungene Vorbereitung für die morgige Staffel. Von den 20 OLG Teilnehmern erreichten W21 3. Sophie Kraus, M21 3. Timon Lorenz, W55 2. Petra Janischowsky, M65 3.Stefano Zonato Podestplätze.

Freitag: 1.Tag Alpe-Adria-Cup Staffel

Ab 15 Uhr schmachten wir im Tenniszentrum der ZHS bei mehr als 30 °C. Während der Quarantäne werden die Posten gesetzt. Punkt 16 Uhr starten die Herren Elite. Es geht quer über den See zum Olympiaberg. Ganz schön schweißtreibend. Schon nach 15 Minuten sind die Ersten am Sichtposten und laufen die Schlussrunde durch das Olympiadorf. Besonders spannend wird es, als Schlussläufer Riccardo Casanova erwartet wird. Hat er den Konkurrenten aus TICINO eingeholt? Tatsächlich geht er mit wenigen Metern Vorsprung in den Schlusssprint. Nach dem ersten Tag mit einer großartigen Staffelleistung in den Kategorien Herren und Damen Elite und Mixed35 liegen wir auf einem aussichtsreichen 2. Platz hinter Ticino mit 12 Punkten Abstand. Insgesamt 8 OLG 3er Staffeln nahmen teil.
Gleichzeitig zählt der Lauf zu den Hochschulmeisterschaften. Ric, Timon und Lukas können sich jetzt auch Hochschulmeister 2022 nennen. Sophie, Jasmin und Marei auf dem 3. Platz.

Samstag : 2. Tag Alpe-Adria-Cup Langdistanz

Ralf Körner ist zuversichtlich, dass wir diesmal den Pokal wirklich holen können. Tatsächlich können unsere Top Läufer/-innen auch bei der Langdistanz in Mörlbach bei Starnberg auf ganzer Linie überzeugen. Die bayerische Mannschaft liegt zwar immer noch auf Platz 2, aber der Abstand zu Ticino beträgt nur noch 1 Punkt.
Gleichzeitig wird der Lauf als Bayerische Meisterschaft Langdistanz gewertet. Insgesamt konnte die OLG 7 Gold, 9 Silber und 8 Bronzemedaillen gewinnnen. Wir gratulieren Lara Noller, Benjamin Reinwald, Linus Lauer, Juliane Burgmair, Petra Weber und Viktor Jarkow zum Bayerischen Meistertitel in der Langdistanz.

Sonntag : 3. Tag Alpe-Adria-Cup Mitteldistanz

Die Entscheidung fällt im Wald bei Kastenseeon. Fein kupiertes Endmoränengelände fordert Konzentration. Der Hitzerekord von fast 38°C bringt jeden Läufer gehörig zum Schwitzen. Bloß keinen Fehlstempel. Unfassbar wie viele Kategorien von bayerischen Läufern/-innen gewonnen werden. Nach der Mitteldistanz können wir den Rückstand auf Ticino nicht nur wettmachen. Es ist kaum zu fassen, wir haben erstmals seit 2003 den ersten Platz unter den zehn teilnehmenden Regionen 7 Punkten Vorsprung vor Ticino verdient errungen.
Der Lauf wird gleichzeitig als 2. BayernCup gewertet. Die OLG Regensburg hat 8 Kategorien gewonnen, 7 mal den zweiten Platz und 4 mal den dritten Platz belegt.

Der OC München hat eine tolle Veranstaltung mit hervorragenden Bahnen organisiert, bei denen jeder auf seine Kosten gekommen ist.

Homepage der Veranstaltung mit Ergebnislisten : OC München (oc-muenchen.de)

 

Gabriella

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