Endlich wieder alles geben für den OL!

Simon bei der Zielstempelkontrolle, sicher ist sicher

Nachdem wir wieder Wettkampfluft schnuppern durften beim ersten ROLT am 12. Juni, ging es dieses Mal bayernweit wieder richtig los! Die Ziele waren unterschiedlichster Art. Während die einen um die ersten Plätze kämpften, hatten die anderen das Ziel, alle Posten zu finden und zeitmäßig nicht ganz abgeschlagen vom „Rest der Welt“ zu sein. Schön war es in jedem Fall, auch außerhalb des eigenen Vereins wieder bekannte OL-Gesichter zu sehen und vertraute OL-Stimmen zu hören.

Drei Läufer im Sprint auf zwei Posten. Im Zeitalter des kontaktlosen Stempelns hoffentlich kein Problem

Am Samstag im Kröninger Forst bei Landshut war die größte Herausforderung die unbarmherzig herab brennende Sonne mit Temperaturen von über 30°C im Schatten sowie der hohe Bodenbewuchs mit Brennnesseln und sonstigem Grün, der sich aufgrund der regenreichen Zeit im Vorfeld ergeben hatte. Kein Wunder, dass viele auf die Frage „Wie war’s?“ kurz und bündig mit „Heiß und grün“ antworteten. Das Gelände war höhenmetermäßig eher gnädig. Viele hatten noch Energie für den Zielsprint, der sich allerdings als etwas heimtückisch erwies, da er sich nach einer Kurve doch noch einige Meter hinzog. Während sich einige am Ziel noch zu einem Interview mit Niederbayern TV hinreißen ließen, waren andere am Limit und lechzten nach Luft und Wasser.

Jara bei ganz vorschriftsmäßiger Benutzung des Kneippbeckens, welches geschickterweise nur 10m hinter den Zielposten aufgestellt worden war. Je weiter der Tag in Uhrzeit und Temperatur fortschritt, desto größer war der Abkühlungsbedarf. Schlussendlich sollen sogar Vollkontaktkneipper beobachtet worden sein….

Der Sonntag im Schachtenwald bei Auerbach war höhenmetermäßig schon herausfordernder zumal es sich ja auch noch um die Langdistanz-Läufe handelte! Hier war die Sonne etwas hinter den Wolken versteckt, aber die Hitze und das scheinbar unendliche Auf und Ab waren wahnsinnig schweißtreibend (und frustrierend, wenn man im Nachhinein festgestellt hat, dass nicht jedes Auf und Ab nötig gewesen wäre, wenn man eine geschicktere Routenwahl vorgenommen hätte), und gerne hätte man sich eine Wasserversorgung an der ein oder anderen Stelle der Laufstrecken herbeigewünscht, die leider pandemiebedingt nicht möglich war. Dafür war aber das Kneippbecken am Ziel genau das, was man beim Zieleinlauf ersehnt hat und viele tauchten, so wie sie ankamen, dankbar ein in das kühle Nass – meist über das von Kneipp empfohlene Maß hinaus😉.

Für uns Regensburger OLer war es ein überaus erfolgreiches Wochenende mit zahlreichen Podiumsplatzierungen an beiden Tagen! Besonders zu erwähnen ist die Medaillenausbeute am Samstag, wo in der Elite nicht weniger als 5 von 6 Medaillen nach Regensburg gingen und beim Nachwuchs der 12 und 14 jährigen, wo 8 von 12 möglichen Medaillen erfolgreich eingesammelt wurden.  Alle Gewinner aufzuzählen sprengt definitiv den Rahmen (so etwas nennt sich Luxusproblem), herzlichen Glückwunsch!

Wie schön, dass es wieder losgegangen ist, wenn auch noch mit vielen Einschränkungen. Aber es wird die Zeit kommen, in der wir wieder auf der Zielwiese mit allen möglichen Leuten und ohne Abstandsregeln über unsere Laufstrategien und vermasselten Posten philosophieren können 😊

Alles in allem war es also nicht nur für die Fußballnationalmannschaft ein wunderbares, erfolgreiches Wochenende!

Elvira

Endlich wieder ROLT Time

ein paar Steine und Höhenlinien auf der A Bahn

Am 12. Juni hat der erste ROLT 2021 im südlichen Teil der Karte „Stubenthal“ stattgefunden. Er wurde von Fabian Janischowsky mit tatkräftiger Unterstützung von Martin Sautereau organisiert. Es war das erste Mal, dass der französische Läufer Martin mehr als Postensammler war und sogar die Verantwortung für die Bahnlegung übernahm. Er schilderte unserem Reporter vor Ort seine Eindrücke: „Es war wirklich schön, von Fabian so gut angeleitet zu werden. Ich habe viel dazugelernt und kann mich nun noch mehr für die OLG engagieren. Ich glaube wirklich, dass es nachhaltig für den Verein ist, wenn die jungen Läuferinnen und Läufer von heute die Organisatoren von morgen sind. Obwohl es manche Stressphasen gab, merkte man schon, dass die ROLTs so oft stattfinden und gut vorbereitet sind: ganz anders, als ich es von französischer Wettkampforganisation kenne… Dort hätten wir wahrscheinlich keine Posten vormarkiert und dadurch auch nicht gemerkt, dass die Karte sich geändert hat. Als recht neues Mitglied in der OLG war ich froh, am Start eingeteilt zu sein, denn jetzt kann ich mit vielen Gesichtern auch einen Namen verbinden!“

Profil einer Etappe der Tour de France? Knapp daneben, nur die gelaufene A Bahn

Mit knapp 6% Steigung auf der A Bahn waren alle Läufer entzückt endlich ein paar Höhenmeter absolvieren zu dürfen. Am besten gelang das Lukas, der sich knapp vor Philipp und Quirin den Spitzenplatz sichern konnte, während bei den Damen die Abstände zwischen Sophie, Marei und Milena ein klein wenig größer waren. Die D Bahn mit knapp 2Lkm entlockte Sieger Laurin nur den Kommentar „sehr einfach, sehr kurz“, mit unter 10min Laufzeit konnte er sich das leisten. Auf den Plätzen rangierten Simon und Lenni, bei den jungen Damen fanden sich Antonia, Nele und Luzie auf dem virtuellen Podest wieder.

Ein klein wenig Aufregung gab es noch um den Posten 213, der die ersten Läufer noch mit Zwischenzeiten ausstaffierte, aber wenig später seinen Geist aufgab. Kurzerhand wurde eine nicht verwendete Station umprogrammiert und die Station vor Ort ausgetauscht, so dass sich für die letzten Läufer wieder Zeiten für die Teilstrecken ermitteln lassen. Vorbildlich haben fast alle Läufer, welche die seltsamen Töne der Station registrierten ganz klassisch mechanisch mit der noch vorhandenen Zange notgestempelt. Alle Läufer auf der betroffenen C Bahn inklusive DH14 blieben damit auch in der Wertung.

Martin Sautereau

Endlich wieder normales OL Training

Universalzielposten mit Zielsprint von Osten…
… und Westen

Seit Wochen hatten wir uns schon auf den Tag gefreut, an dem wir endlich wieder „normales“ OL-Training für unsere Hainsackerer Kindergruppe anbieten durften. Und endlich, am 22.5. war es soweit: Die Inzidenzwerte waren nun so niedrig, dass selbst ein negativer Coronatest der Trainer nicht mehr vorher sein musste und wir uns alle wieder im Wald treffen konnten.

Weil 14 von 15 Kindern an diesem Pfingstsamstag Zeit hatten, nutzten wir das gleich aus und boten ein dreistündiges Training mit ganz vielen Bahnen an. Es sollte sich doch rentieren!!

Das Wetter spielte auch mit: Es regnete nur hin und wieder ganz leicht und oft kam auch die Sonne zum Vorschein. Die Kinder waren alle voll motiviert, mehrere Bahnen mit Themen wie „AimingOff“ und „Attackpoint“ zu absolvieren. Und überall gab es nur glückliche Kinder- und Trainergesichter!

Das mag vielleicht auch an der ein oder anderen Keks-Stärkung gelegen haben, aber vor allem an der Freude, endlich wieder etwas Gemeinschaftsgefühl zu spüren und miteinander zu reden und zu lachen.

Einige Kinder hatten sogar zum Ende hin noch die Kraft, die Posten wieder einzusammeln.  So konnten wir alle – mit nur kleiner Verspätung – glücklich das Training beenden und freuen uns schon auf das nächste Mal.

Bis bald im Wald 😉

Petra und Klemens

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