Massenstart und Kartenrand

Am Sonntag, den 14. Juni, fand in Kelheim der zweite Lauf der Regensburger OL-Tour statt. Auf der neu aufgenommenen Karte „Frauenhäusl Süd“ organisierte Bahnleger Valerio als Vorbereitung auf die Deutschen Staffelmeisterschaften am 20. Juni einen Massenstart. Geübt wurden dabei typische Staffelsituationen wie Gegnerkontakt, viele nahe beieinander liegende Posten sowie das Orientieren ohne Postenbeschreibung am Handgelenk.

Wenige Minuten vor dem Start kam Valerio selbst noch laufend den Hang hinunter. Die Postensetzung mit insgesamt 29 Posten war zeitlich knapp kalkuliert, und ein Orientierungsfehler am Ende kostete wertvolle Minuten. Dennoch konnten die 19 Läuferinnen und Läufer der A-Bahn mit ihren individuellen Karten nahezu pünktlich gemeinsam starten. Im Anschluss gingen weitere 20 Teilnehmende auf die C-Bahn, 25 auf die B-Bahn sowie erfreulicherweise 21 Kinder auf die D-Bahn.

Verrückter Professor verteilt Aufgabe (Foto Gierl)

Im Wald entwickelten sich zahlreiche spannende Duelle. Bei den Mädchen setzte sich Hanna Gierl knapp vor Selma Eid durch. Bei den Jungen gewann Maximilian Rödl vor Florian Weickardt. Duelle, die wir hoffentlich auch in Zukunft noch häufig erleben werden.

In der Kategorie D14 lieferten sich Emilie Gierl, Marie Rödl und Leonie Raba ein packendes Rennen. Die drei erreichten das Ziel nahezu gleichzeitig und stempelten innerhalb einer Sekunde am Zielposten. Bei den H14 führte Zacharias Gierl das Rennen lange souverän an, verlor jedoch am vorletzten Posten mehr als fünf Minuten und musste den Sieg schließlich Severin Eid überlassen.

Besonders spannend verlief auch die Bahn A. Artem Timakov konnte sich den Tagessieg vor Johannes Zander sichern. Dahinter lieferten sich Christian Rietze und Michael Thierolf ein intensives Duell. Unter dem Einfluss von Gegnerkontakt und Wettkampfdruck führte die Hektik beinahe dazu, dass sie den vorletzten Posten ausließen. Erst nach einigen Metern bemerkten sie ihren Fehler, kehrten um und holten den Posten nach. Davon profitierte Jara Lauer, die sicher vorbeiziehen und sich den hervorragenden dritten Gesamtrang sichern konnte – gleichzeitig bedeutete dies natürlich den Sieg bei den Damen A.

Weitere Tagessiege gingen an Nele Simon (D16), Gesine Gierl (Damen C), Johanna Schmidt (Damen B), Jonas Aldehni (Herren C) und Rudi Rödl (Herren B).

Eine besondere Herausforderung stellte der südöstliche Kartenrand dar. Dort waren zwei Posten platziert, allerdings war auf der Karte nicht gekennzeichnet, dass der Bereich unmittelbar hinter den Posten nicht vollständig aufgenommen worden war. Dadurch verloren mehrere Läuferinnen und Läufer wertvolle Zeit bei der Orientierung. Eine Kennzeichnung als „nicht aufgenommen“ hätte hier Missverständnisse vermeiden können.

Ein interessanter Fakt zum Abschluss: Die Familienwertung endete diesmal unentschieden. Die Familien Rödl und Gierl teilten sich mit jeweils drei Siegen, einem zweiten Platz und einem fünften Platz die Ehre des erfolgreichsten Familienteams des Tages.

Weiter so – starke Leistungen von allen Beteiligten!

Auf geht´s zur ersten ROLT Runde

Der Schneckenberg, Schnecken wurden keine gesichtet

Bei besten äußeren Bedingungen startete am Sonntag die neue ROLT-Serie im Schwaighauser Forst. Gelaufen wurde auf der erst im vergangenen Sommer neu aufgenommenen Karte „Schneckenberg“. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite: trocken und angenehm temperiert, sodass die Teilnehmer sich unter nahezu optimalen Bedingungen orientieren konnten.

Schön viele gut getarnte Senken

Das Gelände selbst erwies sich als äußerst interessant und technisch fordernd. Zahlreiche kleine Senken, Gruben und Kuppen prägen das Kartenbild und boten eine Vielzahl geeigneter Postenstandorte. Größtenteils ist der Wald gut belaufbar, allerdings verlangten einzelne Abschnitte den Läufern einiges ab, da dort dichter Brombeerbewuchs – stellenweise sogar auf den Wegen – das Tempo deutlich reduzierte.

Insgesamt nahmen rund 70 Orientierungsläuferinnen und -läufer an der Veranstaltung teil. Alles verlief reibungslos, und erfreulicherweise fand am Ende jeder Teilnehmer wieder sicher ins Ziel. Für eine kleine Überraschung sorgte die Auswertung der Laufzeiten: Entgegen den Erwartungen benötigten viele Starter auf der kürzeren B-Bahn mehr Zeit als auf der längeren A-Bahn. Dies unterstreicht, dass nicht allein die Streckenlänge entscheidend ist, sondern vor allem die technischen Anforderungen und die Routenwahl den Ausschlag geben.

Rolf

PS: Unbestätigten Berichten zufolge ist neben der ROLT- auch die Zeckenzangensaison eröffnet

Frühling, Sonne, Sonnenschein

Die Orientierungslaufsaison startete dieses Jahr bereits Ende Februar mit dem 4 Löwen Pokal in Tauberbischofsheim. Trotz des frühen Termins wurden wir dieses Wochenende nicht mit Schnee sondern mit viel Sonne und lauwarmen Temperaturen beschenkt. Am Samstag fand eine verlängerte Mitteldistanz (BRL) und für die ganz motivierten noch ein Nachtsprint statt. Und am Sonntag stand dann die Bayrische Meisterschaft Sprint und eine Sprintstaffel auf dem Plan.

Zielsprint für die Jüngsten

Nach einer Anreise von ca. 2h 15min in das Nachbarbundesland Baden-Württemberg hieß es erstmal 2,3km mit 100hm zum Start der verlängerten Mitteldistanz zu bewältigen. Der Wald war recht gut belaufbar und die Posten schon meist von weiter Ferne zu sehen. Zum Schluss ging es noch über ein kurzes Wiesenstück für ein paar Posten in ein Wohngebiet.

Nach dem BRL ging es kurz zum Ausruhen in die Jugendherberge in Würzburg und dann zügig nach Marktheidenfeld für den Nachtsprint. Bei der Dunkelheit war es hierbei eine besondere Challenge in der verwinkelten Altstadt die kleinen Gassen zu sehen. Anschließend wurde dann noch etwas die Gastronomie in Marktheidenfeld unterstützt, bevor es spät abends wieder zurück nach Würzburg ging.

Am Sonntag startete der Tag mit der Bayrischen Meisterschaft Sprint, die in der Altstadt von Tauberbischofsheim ausgetragen wurde. Die Bahnen waren physisch anspruchsvoll und es gab einige kurze Postenverbindungen, bei denen es wichtig war Kartenkontakt zu halten.

BM Sprint Elitetreppchen mit Juliane, Timon und Julian

Wir gratulieren recht herzlich allen Läufern der OLG die es auf das Treppchen geschafft haben:

2. Platz D12: Hanna Gierl

1. Platz D14: Emilie Gierl

3.Platz D14: Yuna Kurbel

1.Platz H14: Zacharias Gierl

2.Platz H14: Justus Rakow

1.Platz D16: Jara Lauer

1.Platz H16: Johannes Gerstl

3.Platz H16: Benjamin Reinwald

1.Platz D19E: Juliane Burgmaier

1.Platz H19E: Timon Lorenz

3.Platz H19E: Julian Nürnberger

2.Platz D45: Sabine Hofherr

3.Platz D45: Milena Grifoni

2.Platz H55: Klemens Janischowsky

3.Platz H55: Valerio Casanova

3.Platz H65: Andre Böhme

2.Platz H75: Viktor Jarkov

Massensprintstaffelstart

Zum Abschluss des Wochenendes folgte dann noch die Sprintstaffel. Das Laufgebiet war das gleiche wie am Vormittag, wodurch einem einige Postenstandorte schon bekannt vorkamen. Außerdem waren die Bahnen eher kurz, so dass schnelles Laufen besonders gefragt war.

Das beste Ergebnis bei der Sprintstaffel erzielte die Staffel OLG 1 mit Johannes Gerstl, Marie Rödl und Timon Lorenz, die Platz 8 belegten. In der Bayern Wertung belegten sie Platz 1 und die Staffel OLG 3 mit Marie Geißler, Emilie Gierl und Julian Nürnberger belegte den zweiten Platz.

In der Gesamtwertung des 4 Löwen Pokals, wurden die Ergebnisse der Mitteldistanz, des Nachtsprints und des Sprints zusammengezählt. Hierbei erreichte Petra Weber den dritten Platz in der D55, Juliane Burgmaier den dritten Rang in der D19E und Timon Lorenz den zweiten Platz in der H19E.

Insgesamt war es ein sehr gelungenes Wochenende, das auch wegen dem sehr sonnigen Wetter eine Menge Spaß gemacht hat.

Jasmin

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