Trainingslager 2024: eine Reise durch die vier Jahreszeiten

Die dritte Edition unseres alljährlichen Frühjahrs-Trainingslagers sollte in Spanien stattfinden, mit der Idee, in der Sonne bei warmen Temperaturen auf coolen Karten trainieren zu können. Doch der Wettergott machte uns einen groben Strich durch die Rechnung. Ein Drama in vier Akten:

 

Akt 1 : Herbstliches Wettkampfwochenende bei Requena/Valencia

Dresscode mehr Schweden als Spanien

Am Freitag, den 8. März erreichen wir OLG-Athleten (und Elin aus Schweden, sowie Lara aus Mietraching) unsere Unterkunft „El Romeral“ und machen es uns dort gemütlich. Ein kleiner Teil der Gruppe hat am Nachmittag fleißig am Model-Event teilgenommen und berichtet uns nach dem Kartoffelgratin bei der abendlichen Besprechung davon. Schon früh am nächsten Morgen (ja, für manche schon um 6:30 Uhr) geht es los zur Wettkampfwiese bei Requena. Jedoch erwarten uns statt strahlendem Sonnenschein nur Regen, Kälte und Wind. Die Veranstalter haben sich nichtsdestotrotz ordentlich ins Zeug gelegt und ein richtig cooles World-Ranking-Wochenende auf die Beine gestellt. Wir dürfen bei Mittel, Sprint und Langdistanz mit GPS laufen (https://www.tractrac.com/event-page/event_20240306_XIIIPREMII1/2827) und werden von Kameras mitten im Wald gefilmt. Einige von uns haben sogar das Vergnügen, von einem Kameramann bis zum nächsten Posten verfolgt zu werden. Die Waldgelände haben auch im „weißen Wald“ einigen Unterbewuchs zu bieten und die Bahnleger leiten uns durch feinteilige Dickichte (wo viele unabsichtlich Posten 6 vor Posten 5 anlaufen) und felsige Bereiche (hier kommen wir o-technisch schon besser zurecht). Im Schlussteil der Langdistanz laufen wir über Weinberge und auch im Zielsprint werden wir wieder gefilmt, was wir uns (mit epischer Musik untermalt) natürlich nachmittags gleich anschauen.

 

Training im spanischen Schnee

Akt 2 : Winterliche Kälte in „La ciudad encantada“

Auf unserer Reise zur zweiten Unterkunft machen wir einen Zwischenstopp im Nationalpark bei Cuenca, wo uns ein einzigartiges Felsenparadies erwartet. Allerdings war auch hier keine Sonne in Sicht, sondern ein verzauberter Winterwald. Wir laufen an beeindruckenden Felswänden entlang und müssen engen Kartenkontakt halten, um die mit orange-weißen Bändern markierten Postenstandorte sauber anzulaufen. Nach dem Training heißt es schnell umziehen und ab ins warme Auto, um unsere Reise Richtung Westen fortzusetzen.

 

Akt 3 : Frühlingsgefühle in Navalmoral de la Mata

Die Crew in Navalmoral

In unserer zweiten Unterkunft westlich von Madrid sehen wir die schneebedeckten Berge glücklicherweise nur von unserer Dachterrasse aus und können unsere Mittagspausen im T-Shirt bei warmen Temperaturen verbringen. Das Gelände hier ist o-technisch richtig anspruchsvoll und die Belaufbarkeit in den Gebieten mit riesigen Felsen wechselt stark zwischen Golfrasen beim Downhill-OL und undurchdringbarem Grün. Wir machen Bekanntschaft mit zutraulichen Pferden beim Vielposten-OL, süßen Hundewelpen im Ziel unseres Massenstart-Trainings und leider auch nervigen Pinienprozessionsspinnern im Dickicht des Klassik-OL. Für das richtige Spanien-Feeling haben wir auch eine nationale Spezialität mit OL verknüpft und die Trinkposten beim Sprint-OL mit Sangria gefüllt. Für gutes Essen (inklusive riesigem Obstsalat) ist durch unsere ausgelosten Koch-Teams stets gesorgt und neben den abendlichen Besprechungen zu Technik und Taktik bleibt Zeit für Siedler von Catan und Kartenspiele wie Frantic.

 

Akt 4 : Sommerlicher Abschluss in Madrid

Regeneration beim Spikebal …

Am Freitag müssen wir unsere Unterkunft leider schon frühzeitig verlassen. Auf dem Weg zur nächsten Unterkunft absolvieren wir noch eine One-Man-Relay und ein O-Intervall Training, beides in einem sehr schnell belaufbaren Gelände. Das Training lockt bei uns nochmal die letzten Reserven im Wald-OL heraus. Danach geht es für einige noch in das wohlverdiente Kneippbecken, um die Muskeln für die Strapazen der letzten Tage zu belohnen. In der neuen Unterkunft angekommen, machen wir uns bei der Hausbesitzerin sofort beliebt, indem ein Stuhl zu Bruch geht (wir sind anscheinend nicht die einzigen, die in die Jahre gekommen sind).

… und im Kneippbecken

Am Samstag haben wir einen Tag in Madrid geplant. So fahren wir also in die Hauptstadt und laufen am Vormittag einen anspruchsvollen Sprint in einem der vielen Madrider Stadtviertel. Nach dem Training, welches wir im Massenstart beginnen, können wir die Stadt frei erkunden. Viele entscheiden sich nach einer kurzen Besichtigung des Palastes, sich im Park niederzulassen, um sich dort bei ein paar Runden Spike-Ball von den Anstrengungen der letzten Tage zu erholen. Anschließend geht es mit der Metro zum letzten Training des Trainingslagers. Nach den O-Intervallen fahren wir zu unserer Unterkunft zurück und lassen den Abend mit Käse-Gnocchi, Sangria und Spielen „ausklingen“.

Der letzte Abend in Madrid

Der Sonntag ist unser Ruhetag, das heißt lange ausschlafen. Doch Punkt 14 Uhr: ein kurzer Panikmoment! Die Putzfrau steht vor der Tür und wir haben noch nicht einmal angefangen unsere Koffer zu packen. So schnell haben wir jedenfalls noch nie gepackt und das Haus abgabefertig hergerichtet. Um 14:20 Uhr sitzen wir dann abfahrtbereit in den Autos. Unseren letzten Abend in Spanien verbringen wir in einem Park in Madrid; diesmal mit Wizard, Spike-Ball und in einem wunderschönen roten Sonnenuntergang über den Häuser Madrids. So beendet man ein Trainingslager mit Stil. Am nächsten Morgen weckt uns dann um 04:00 Uhr der Wecker und mit dem ersten Flieger geht es zurück in die Heimat.

 

Ein großes Dankeschön an alle, die dabei waren und für die gute Stimmung gesorgt haben!

 

Sophie und Philipp

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