4Löwen-Pokal

Als erste große Wettkampfserie nach dem nassen Winter stand dieses Jahr der 4Löwen-Pokal im badischen Wertheim und Külsheim an. 500 Läufer v.a. der 4 Landesverbände aus dem süddeutschen Raum machten sich auf den Weg, um pünktlich zum ersten Start um 11.00 Uhr vor Ort zu sein.

Los ging’s mit einem Lang-OL im „Finsteren Grund“, einem Waldstück bei Külsheim, der gleichzeitig als erster Bayern Cup OL 2024 gewertet wurde. Der Wald war nicht ganz so finster, wie es der Name vermuten lassen könnte, sondern leicht hügelig, offen und gut belaufbar. Aufgrund der offenen Struktur des Waldes mit wenig Brennnesseln und Dornen konnten schnelle Zeiten gelaufen werden. Die fair gesetzten Posten konnten auch Ungeübte gut finden und so kamen viele Läufer gut gelaunt ins Ziel.

Die Pavillons für das Regenwetter waren zum Glück umsonst aufgebaut, denn die Sonne zeigte sich von ihrer besten Seite und für Anfang März herrschten angenehme Temperaturen. So konnten die Läufer die aufgestellten Biertische vor und nach dem Lauf in vollen (Sonnen-)Zügen nutzen und bei einer Tasse Kaffee oder einer Portion Pommes über die beste Streckenführung fachsimpeln. Danke an das Team vom FC Külsheim, das tolle Arbeit geleistet hat und alle mit leckerem Essen, Kuchen sowie kühlen und warmen Getränken versorgt hat.

Zum Ausruhen war keine Zeit. Ab 18.30 Uhr fand der Nachtsprint in der malerischen Altstadt von Külsheim statt. Zahlreiche Gassen und die verwinkelte Burganlage waren selbst im Schein der Stirnlampe herrlich anzusehen und zu erlaufen. Ein Dank geht an den Bürgermeister von Külsheim! Im Külsheimer Schloss – eigentlich eine mittelalterliche Vierecksburg – ist seit einigen Jahren die Stadtverwaltung untergebracht, die normalerweise am Wochenende nicht für Besucher geöffnet ist. Der Bürgermeister zeigte allerdings ein Herz für uns Orientierungsläufer und hat uns durch die Öffnung des Burgtors ziemlich schöne und aufgrund der begrenzten Sicht auch für den einen oder anderen Läufer verzwickte Posten beschert.

Die Unterkunft vor Ort war leider relativ schnell ausgebucht. Zum Glück konnte Petra Janischowsky ein paar Kilometer weiter im Jugendhaus St. Kilian Miltenberg genügend Betten für alle finden. Damit war ein erholsamer Schlaf möglich und durch das reichhaltige Frühstücksbuffet am nächsten Morgen konnten die müden Muskeln wieder munter werden.

Klemens voller Energie beim Zielsprint

Am Sonntag fand das Frühstück auch wirklich früh statt, da die ersten Läufer bereits ab 09.00 Uhr beim Sprint in Wertheim, der auch als Bayerische Meisterschaft Sprint OL gewertet wurde, starten durften. Wie hieß es doch auf der Internetseite des Ausrichters: „Wer diese Stadt gebaut hat, hatte ein großes Herz für uns Orientierungsläufer!“ Wir wurden nicht enttäuscht. Nach dem Start in einem Parkhaus konnten die ersten Posten in den verwinkelten Gassen der Altstadt gefunden werden. Am Zusammenfluss von Main und Tauber erhebt sich hoch über der Altstadt eine der schönsten Burgruinen Süddeutschlands. Dieses „hoch über der Altstadt“ war für manche dann doch ziemlich hoch, die Durchschnittsgeschwindigkeit ging bei den meisten auf dem Weg zur Burg ziemlich bergab, dafür ging die Herzfrequenz zusammen mit den Höhenmetern bergauf. Nachdem der Aufstieg geschafft war, hieß es wieder volle Konzentration, um die manchmal doch kniffeligen Posten ohne Umwege finden zu können. Leider hatte man wenig Zeit, um den wirklich tollen Ausblick genießen zu können. Relativ schnell ging es wieder abwärts, um die letzten Posten vor dem Zieleinlauf zu finden.

Siegerehrung H14: Laurin und Benjamin

Siegerehrung H14: Laurin und Benjamin

Nachmittags durften wir die Altstadt von Wertheim nochmals im Rahmen der Sprint-Staffel erkunden. Drei Läufer bildeten eine Mannschaft, wobei die Läufer der Bahn 1 und 3 sich wieder auf den Besuch der Burg freuen durften. Aber auch Bahn 2 hatte ein paar Höhenmeter im Gepäck. Der Bahnleger hat volle Arbeit geleistet und mit den alten, aber auch vielen neuen Posten eine schöne Strecke gezaubert. Die Strecke war sogar so schön, dass einige Läufer mit den letzten beiden Posten vor dem Ziel ihre Probleme hatten und aufgrund eines Fehlstempels disqualifiziert wurden.

Trotzdem waren die zwei Tage ein gelungener und gut organisierter Saisonauftakt. Vielen Dank an Klemens für die Organisation und eine durch Krankheitsausfälle mehrfach überarbeitete Staffelliste!

Folgende Erfolge konnten verzeichnet werden:

In der Länderwertung hat Bayern den ersten Platz belegt.

In der Gesamtwertung darf sich Petra Weber (D55) über den ersten Platz freuen.

So sehen Sieger aus!

Folgende Podestplatzierungen konnten bei der Bayerischen Meisterschaft Sprint-OL errungen werden:

1. Platz: Laurin Ahlbrecht (H14), Juliane Burgmair (D18), Mareike Seeger (Damen Elite), Timon Lorenz (Herren Elite), Milena Grifoni (D45), Klemens Janischowsky (H55)

2. Platz: Maximilian Rödl (D/H10), Sebastian Knaub (H12), Lara Noller (D14), Anne Pühl (D18), Isabel Seeger (Damen Elite)

3. Platz: Zacharias Gierl (H12), Benjamin Reinwald (H14), Tereza Maskova (D35), Clemens Hartung (H55), Viktor Jarkov (H75)

 

Sabine

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